Wie entsteht ein Mosaik?

Ein Mosaik entsteht in verschiedenen, unterschiedlich zeitintensiven Schritten.

 

Ich verwende vorwiegend Tiffany-Farbglasplatten. Daraus schneide ich die benötigten Teile. Dies können Vierecke, Rechtecke, Dreiecke, Kreise oder auch unregelmässige flammenartige Stücke sein.

 

Manchmal ergänze ich das Mosaik auch durch Glasschliffperlen oder vorgefertigte, also industriell hergestellte Teile. Diese sind an der exakten und regelmässigen Form zu erkennen.

Für manche Arbeiten fertige ich eine Skizze an, andere entstehen intuitiv. Dann beginne ich an einer beliebigen Stelle auf dem Träger mit dem mir wichtigsten Sujet oder Muster, danach “wächst” das Werk und das Mosaik nimmt mit jeder Linie und jedem Steinchen mehr Form an.

 

Dies ist die zeitintensivste Legemethode.

 

Oft lege ich erst probehalber, manchmal klebe ich auch direkt.

Bei den "gängigen" Objekten wie den Windlichtern und den Herzen klebe ich direkt.

 

Nach jedem geklebten Abschnitt benötigt das Objekt Zeit, um zu trocknen, damit die Teile sich nicht verschieben oder verrutschen. Ein Weiterarbeiten ist frühestens nach einem Tag möglich.

 

Wenn das Objekt fertig geklebt ist, muss der Kleber ein letztes Mal trocken. Danach verfuge ich das Objekt.

Das Verfugen ist ein wichtiger Schritt und erfordert einige Überlegung. Mit einer falsch gewählten Fugenfarbe kann ich das ganze Werk optisch zerstören. Es können Farben verschluckt werden, oder es trennt das Werk optisch auf. Es gibt gewisse Regeln, die man bei der Wahl der Fugenfarbe berücksichtigt. Helle Steinchen leuchten mit dunkler Fugenmasse mehr. Dunkle Steinchen treten mit heller Fugenmasse hervor. Meist sind in einem Werk aber dunkle und helle Teile gemischt - das zieht dann ein gewisses "Abenteuer" mit sich beim Verfugen und auch entsprechende Anspannung. Hier ist die richtige Wahl meist in der Mitte der unkelsten und der hellsten Farbe. Einmal verfugt und ich bin mit dem Ergebnis nicht zufrieden, ist das ganze Werk im Eimer.

 

Verfugt wird auch in mehreren Schritten. Erst wird die Fugenmasse eingearbeitet und anschliessend vorsichtig überschüssige Masse entfernt, ohne sie aus den Fugen wieder auszuwaschen. Nun muss es ca. eine Stunde abbinden und erst dann wird die evtl. noch verbliebene Fugenmasse vom Mosaik entfernt. Nun muss es an einem kühlen Ort vollständig abbinden (trocknen) und nach ca. 24 Stunden wird der Zementschleier vom Glas entfernt und das Mosaik poliert.

 

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Letzte Aktualisierung:

29.04.2018

 

Windlichter

 

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